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    5. Mitteldeutsche Intensivpflegetage • I 131

    27.09.17 | 11:15 – 12:30 Uhr

    Veranstaltungsart
    Seminar, 5. Mitteldeutsche Intensivpflegetage
    Veranstaltungsort
    Saal 1, Ebene +1
    Kategorie
    Intensivpflege
    Vorträge

    Immer nur Jammern - der Weg zur Selbstzufriedenheit • Humor auf der Intensivstation - Lachen erlaubt!? • Junge Italiener verstärken Pflegeteam am UK Jena

    Agenda

    Immer nur Jammern - der Weg zur SelbstzufriedenheitHumor auf der Intensivstation - Lachen erlaubt!?
    Wendelin Herbrand - BG Klinik Murnau

    Auf der Suche nach wirkungsvollen und nebenwirkungsfreien medizinischen Behandlungsweisen ist die wissenschaftliche Forschung in den letzten Jahren auf ein interessantes Phänomen gestoßen. Nachdem die Psychoneuroimmunologie detailliert zeigen konnte, wie eng Denken, Emotionen und körperliche Abläufe miteinander verknüpft sind, beschäftigte sich ein neuer Wissenschaftszweig, die Gelotologie (gelos = Lachen [griech.]) ernsthaft mit den körperlichen Auswirkungen des Lachens. So wurde nachgewiesen, dass Humor und Lachen u.a.

    • die Ausschüttung von Streßhormonen reduzieren (gegen den Herzinfarkt) [Berk 1996],
    • die körperliche Regeneration fördern (gegen den "Burn-out", das Erschöpfungssyndrom) [Koestler 1990],
    • die Muskulatur entspannen (gegen die typischen Zivilisationsverspannungen) [Titze 1996],
    • die Ausschüttung von Endorphinen fördern (gegen die chronische Unlust) [Fry 1989]
    • den Blutdruck senken (zur Vorbeugung gegen spätere Gefäßerkrankungen) [Titze 1996],
    • die Bronchien erweitern (gegen die Flachatmung und die Verschleimung) [Rubinstein 1985],
    • Cholesterin abbauen (gegen den Diätwahnsinn) [Rubinstein 1985],
    • gesunde Abwehrzellen aktivieren (gegen Krankheitserreger und geschädigte Zellen) [Berk 1994],
    • Immunglobuline und Zytokinine vermehren (gegen Infektanfälligkeit) [Berk 1996, Dillon 1985],
    • die Selbstheilungskräfte aktivieren (gegen chronische Erkrankungen) [Cousins 1996],
    • und sogar lernbar und trainierbar sind (nicht alles ist genetisch) [McGhee 1979].

    Die Nebenwirkungen des Lachens sind überschaubar und ungefährlich. Meistens handelt es sich lediglich um leichte und harmlose Irritationen in der Umgebung von lachenden Menschen.
    Nicht anzuwenden ist Lachen bei Patienten, die frisch operiert sind oder einen Rippenbruch haben: die muskulären Erschütterungen könnten hier verdammt wehtun. Die "Risiken" des Humors sind allerdings nur schwer einzuschätzen. Zu "befürchten" sind hier:

    • der schnelle Abbau emotionaler Spannungen,
    • ein unerwarteter Perspektivenwechsel,
    • ein Loslassen von alten Wertvorstellungen,
    • die Aktivierung von Entscheidungsprozessen
    • ein Aufgeben von rigiden Verhaltensmustern,
    • eine Entwicklung von gleichwertigen und konstruktiven Beziehungen.

    Wem die Stabilität seines eingefahrenen Denksystems das wichtigste Ziel ist, dem ist von Humor eindeutig abzuraten.
    So möchte ich Sie ganz herzlich einladen mit mir zu forschen ob Humor dort beginnt, wo der Spaß aufhört!

    Junge Italiener verstärken Pflegeteam am UK Jena
    Jan Hänse - Universitätsklinikum Jena

    Das Universitätsklinikum Jena hat Verstärkung aus Italien bekommen: sieben junge Pflegende aus allen Ecken des Landes arbeiten seit Juli 2016 im Klinikum. Auf sechs verschiedenen Stationen kommen sie zum Einsatz, vor allem im Intensivbereich. Um die Einarbeitung der fünf Frauen und zwei Männer zu erleichtern, hat jeder einen persönlichen Tutor erhalten. Die jungen Italiener waren im Zuge einer Kooperation mit dem Internationalen Bund in Stuttgart aus 35 Bewerbern in Neapel vorausgewählt worden.
    In Italien erfahren alle Pflegenden eine sehr gute Ausbildung im Rahmen eines vierjährigen Pflegestudiums. Allerdings gibt es für die jungen Frauen und Männer in ihrer Heimat trotz Top-Ausbildung keine berufliche Perspektive: Auf jede freie Stelle kommen mehrere tausend Bewerber. In Deutschland angekommen, haben die sieben Pflegenden zunächst die Sprachprüfung für das Niveau B1 absolviert. Jetzt belegen sie parallel zu ihrer Tätigkeit am UKJ weitere Deutschkurse, um die B2-Prüfung zu bestehen. Nach erfolgreichem Abschluss können sie einen Antrag auf Anerkennung ihrer beruflichen Qualifikation stellen und einen Arbeitsvertrag als Gesundheits- und Krankenpfleger erhalten.
    Die deutschen Kolleginnen und Kollegen investieren viel Zeit und Mühe in ein umfassendes Einarbeitungskonzept und in die Integration auf den Stationen und in der Freizeit, damit die jungen Italiener langfristig am Universitätsklinikum in Jena bleiben.

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