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    Die Entbürokratisierung der Pflegedokumentation mit dem Strukturmodell (S 1.6)

    Chancen und Risiken

    18.09.19 | 10:00 – 10:45 Uhr

    Veranstaltungsart
    Seminar
    Kategorie
    Wundversorgung
    Referenten

    Paritätischer Wohlfahrtsverband Berlin
    Frau Eva-Marie Riegel

    Agenda

    Das Strukturmodell ist für die Pflege ein Licht im sonstigen Dunkel der Pflegepolitik. Immer mehr Aufgaben, weniger qualifiziertes Personal, wirtschaftlich enger geschnallte Gürtel, neue Gesetze, Anstieg der Anzahl älterer pflegebedürftiger Menschen, weiter ausgebauter Sektor der Pflegeangebote mit Tagespflegeausbau, betreuten Wohnformen, Intensiv-Wohngemeinschaften, Betreuungsleistungen ...

    An jeder Ecke lauern Gefahren, die die Einrichtungs- und Pflegedienstleitungen unter Druck setzen. Jeder denkt eher an sich und das Abschöpfen der maximal möglichen Vorteile. Leidtragende sind die Mitarbeiter der Pflege und Betreuung vor Ort, die immer mehr in einen Rechtfertigungsdruck für ihre Tätigkeiten kommen. Damit wird hier unnötiger Druck aufgebaut mit solchen Ansichten, dass Pflegekräfte immer schon mit „einem Fuß im Gefängnis“ sitzen.

    So ist es auch nicht möglich, mehr Menschen für den Beruf der Pflege zu begeistern. Wie kann ein junger Mensch sonst selbstbewusst seinen Freunden erzählen, er arbeite gern in der Altenpflege, wenn er diesen Druck spürt?

    Das Strukturmodell zur Entbürokratisierung der Pflegedokumentation ist eine Chance für mehr Selbstbewusstsein in der Pflege mit Rechtssicherheit, aber auch eine kostbare Pflanze, die von allen Beteiligten Partnern gepflegt werden muss. Die potentielle Gefahr, die Dokumentation wieder „aufzubürokratisieren“, sollte selbst langjährig mit dem Strukturmodell arbeitenden Pflegeeinrichtungen stets bewusst sein. Dies gilt insbesondere für die ab Oktober gesetzlich vorgeschriebenen Qualitätsprüfungen in der stationären Langzeitpflege.

    Bei dem Strukturmodell geht es nicht einfach um die Einführung eines neuen Formulars, sondern um ein grundlegend verändertes Verständnis der inhaltlichen Ausrichtung der Pflegedokumentation. Die wichtigsten Postulate der entbürokratisierten Pflegedokumentation sind die Rückbesinnung auf die fachliche Kompetenz der Pflegefachkräfte sowie die Konzentration auf die Perspektive der pflegebedürftigen Person. Sie machen eine übersichtlichere Erfassung pflegerischer Risiken und Phänomene und einen breiteren fachlichen Konsens der am Prozess Beteiligten zu sechs Themenfeldern für die fachliche Einschätzung erforderlich, der bewusst auf einen Wiedererkennungswert zur inhaltlichen Ausrichtung des aktuellen Begutachtungsinstruments (BI) setzt. Dieses stützt sich auf pflegewissenschaftliche Überlegungen und integriert verschiedene pflegetheoretische Ansätze.

    Die Pflegedokumentation wurde konzeptionell so weiterentwickelt, dass Pflegekräfte künftig weniger schreiben müssen und dafür wieder mehr die Pflegebedürftigen in den Mittelpunkt stellen. Grundlegender Gedanke des Strukturmodells ist es, nicht mehr alles, was ganz normaler Pflegealltag ist, zu dokumentieren, sondern nur was davon abweicht – zum Beispiel wenn ein Pflegebedürftiger plötzlich nicht mehr ausreichend trinkt oder Fieber bekommt. "Mit der neuen Pflegedokumentation erleichtern wir die Arbeit der Pflegekräfte erheblich. Dadurch bleibt ihnen mehr Zeit für die Versorgung und Betreuung der Pflegebedürftigen.", sagte der ehemalige Pflegebevollmächtigte der Bundesrepublik Deutschland Karl-Josef Laumann.

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