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    Sekretmanagement innerklinisch (ITS 8.4)

    19.09.19 | 15:30 – 16:00 Uhr

    Veranstaltungsart
    Seminar
    Kategorie
    Intensivpflege
    Referenten

    Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
    Frau Anke Messner

    Agenda

    Im intensivstationären Setting verfügen wir über diverse Möglichkeiten der Sekretolyse und können dennoch nicht die Atemmuskulatur und den Hustenstoß des Patienten ersetzen.

    Die physiologische mukoziliäre Clearance muss jedoch durch eine optimale Atemgaskonditionierung mittels Heat and Moisture Exchange Filter (HME, passive Befeuchtung) oder in Form aktiver Atemgaskonditionierung mittels Verdunster unterstützt werden. Welches System zu benutzen ist bleibt dem Anwender überlassen, diverse Studien zeigen bezüglich der Rate Ventilator-assoziierter Pneumonien unterschiedliche Ergebnisse und keinen eindeutigen Vorteil für passive oder aktive Anfeuchtung. Indikationen für aktive Atemgaskonditionierung sehen wir für Patienten im ARDS sowie jede Form von lungenprotektiver Beatmung, im schwierigen Weaning, stark erhöhter Produktion von (zähem) Schleim sowie bei Leckagen der Atemwege. In der Alltagsroutine muss jedoch bei der Anwendung aktiver Anfeuchtung immer wieder darauf geachtet werden dass der Tubus der höchste Punkt im Beatmungsschlauchsystem bleibt, damit der Patient angefeuchtetes, erwärmtes Kondensat aus den Schläuchen nicht aspiriert. Gerade wenn zur Umpositionierung des Patienten das Kopfteil abgesenkt wird, ist diese Gefahr äußerst hoch. Die verschiedenen Studienergebnisse bezüglich des Auftretens VAPs sind ggf. auf diese Weise zu erklären.

    Der spontan atmende Patient, welcher vor einer nosokomialen Pneumonie geschützt werden soll, führt unter Anleitung aktives Atemtraining durch. Im Hinblick auf die Sekretolyse nutzen wir das „Acapella“ ein VRP (vario resistance pressure) Gerät. In der Exspiration wird Vibration durch den Atemstrom auf die Bronchien übertragen um dort Sekret zu lösen. Der positive Endexspirationsdruck wirkt außerdem dem Kollaps der kleinen Atemwege entgegen. Zwei unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen (Blau/Grün) beüben wir – dennoch begrenzt sich die Anwendung dieses Gerätes auf die vorhandene Atemmuskulatur des Patienten. Desweiteren finden Verneblung von Sole sowie Medikamenten statt, vorzugsweise mit Mikropumpenverneblern (erforderliche Teilchengröße beachten).

    Versteht sich (eigentlich!) von selbst, wird hier dennoch (Erfahrung aus der Praxis) erwähnt: ausreichende Flüssigkeitszufuhr um Funktionsbeeinträchtigung der mukösen Drüsen in den Atemwegen zu vermeiden, adäquate Schmerztherapie um tiefe Inspiration und Abhusten zu ermöglich, Sedierungs- und Beatmungszeiten so kurz wie möglich halten.

    Effektives Husten (sog. „Huffing“) kann als Abhusttechnik angeboten werden (Anleitung dazu), endotracheales Absaugen erfolgt grundsätzlich nach Bedarf (nicht nach Standard!) und an Lagerungsdrainagen sollte gedacht werden – sie könnten indiziert sein.

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